Biografie

1955 wird Albrecht Gehse in Borsdorf bei Leipzig geboren.
Seine Kindheit verbringt er in Berlin (West), Leipzig und Borsdorf.

Mutter Nanna, geb. G’schrey, stammt aus einer süddeutschen Künstlerfamilie: Gehses Urgroßvater, Prof. Paul Haustein, war ein vielseitiger Jugendstilkünstler. Gehses Großvater, der Maler Ludwig G’schrey (Neffe von Paul Haustein), war mit Hausteins Tochter Liesel verheiratet. Er adoptierte deren Sohn aus erster Ehe, den Maler Paran G’Schrey. Zu den Vorfahren der Familie gehört auch Jacob Grimm von den Gebrüdern Grimm. 

Vater Harro ist Autor und Verleger. Väterlicherseits gibt es eine verwandtschaftliche Linie zu Dietrich Bonhoeffer (Widerstand gegen Hitler, 1945 hingerichtet) und Rüdiger Schleicher (1945 hingerichtet, Freislers letztes Todesurteil). Es ist hier deswegen eine Erwähnung wert, weil das kulturelle und politischen Klima der Familie, die Brüche durch die deutsche Teilung (Trennung vom Maler-Großvater), – durchaus prägenden Einfluss auf die künstlerische Entwicklung von A. Gehse hatte.

Albrecht Gehse ist mit 4 Geschwistern aufgewachsen, Angelika, Roberta, Marcus, Daniela.

Albrecht Gehse hat vier Kinder (Konrad, geb. 1980, Constatin, geb. 1982, Maya, geb. 1984, Ronja, geb. 1989).

1971 bis 1973 absolviert Gehse eine Lehre als Tiefdruck-Retuscheur bei Interdruck Leipzig und nimmt privaten Zeichenunterricht bei Erich Franke, einem Schüler von Werner Tübke. Nach dem Armeedienst studiert er von 1976 bis 1981 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, an der er bereits 1974 die Abendakademie besucht hat. Seine Lehrer im Grundstudium sind Prof.
Mayer-Foreyt und Harry Blume. Bernhard Heisig unterrichtet ihn in der Fachklasse für Malerei. Hier knüpft er erste Kon­takte zu Wolfgang Peuker, Sieghard Gille, Arno Rink und Hartwig Ebersbach. Nach Abschluss des Studiums mit Diplom im Jahr 1981 beginnt Albrecht Gehse die frei­ schaffende Arbeit in Leipzig, anfangs innerhalb der Künstlergruppe 37,2, zu der u.a. Hans­ Joachim Schulze, Hartwig Ebersbach, Wolfgang A. Scheffler und Trak
Wendisch gehören. 1984 wird er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und erhält im selben Jahr in der Ausstellung „Junge Künstler der DDR- 1984“, die im Alten Museum der Staatlichen Museen zu Berlin stattfindet, den Sonderpreis. 1984 Heirat mit Jenny Blaßkiewitz (Schei­dung 2004).

Von 1987 bis 1990 ist Albrecht Gehse Meisterschüler an der
Akademie der Künste der DDR in Berlin bei Prof. Bernhard Heisig. ln dieser Zeit hat er auch Kontakte zu Werner Tübke. Albrecht Gehse arbeitet und lebt seit seinem Umzug von Leipzig im Jahr 1991 in Berlin-Tier­ garten und Charlottenburg, sein Atelier befindet sich auf der Insel Eiswerder/Spandauer See. 2002/2003 malt Albrecht Gehse das Bildnis „Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl“ für die Kanzlergalerie des Bundeskanzleramtes Berlin. Seit 2006
arbeitet Albrecht Gehse an dem Zyklus „Aufruhr – 50 Bilder über die Welt“. 2008 Heirat mit Denisa Kurowska.

Werke von Albrecht Gehse, darunter auch baubezogene Malereien, befinden sich in Mu­ seen und öffentlichen Sammlungen, in Institutionen, Banken, Versicherungen, Kirchen, Kanzleien u.a.m. sowie in zahlreichen nationalen und internationalen Privatsammlungen.