{"id":6622,"date":"2021-07-31T10:25:11","date_gmt":"2021-07-31T10:25:11","guid":{"rendered":"https:\/\/gehse.interstruct.com\/?page_id=6622"},"modified":"2021-08-09T10:27:16","modified_gmt":"2021-08-09T10:27:16","slug":"der-zyklus-weltfiguren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/albrechtgehse-malerei.com\/en\/der-zyklus-weltfiguren\/","title":{"rendered":"Der Zyklus WELTFIGUREN"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"6622\" class=\"elementor elementor-6622\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9b3edb5 elementor-section-full_width elementor-section-stretched elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9b3edb5\" data-element_type=\"section\" data-settings=\"{&quot;stretch_section&quot;:&quot;section-stretched&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-no\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-6554bdfd\" data-id=\"6554bdfd\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5986295 animated-slow elementor-invisible elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"5986295\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation&quot;:&quot;fadeInUp&quot;}\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h3 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">The cycle \"WORLD FIGURES\" <\/h3>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-02efc60 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"02efc60\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a50a13c animated-slow elementor-invisible elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"a50a13c\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation&quot;:&quot;fadeIn&quot;,&quot;_animation_delay&quot;:200}\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h5 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">A painter searching for the heroes of his life and who they are<\/h5>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cd2c3ba elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"cd2c3ba\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-inner-section elementor-element elementor-element-8610d19 elementor-section-full_width elementor-reverse-mobile elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"8610d19\" data-element_type=\"section\" data-settings=\"{&quot;animation_tablet&quot;:&quot;none&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-no\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-60944bc animated-slow elementor-invisible\" data-id=\"60944bc\" data-element_type=\"column\" data-settings=\"{&quot;animation&quot;:&quot;fadeIn&quot;,&quot;animation_delay&quot;:200}\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7388c83 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"7388c83\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation_tablet&quot;:&quot;fadeIn&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Much in the work of Albrecht Gehse appears in hindsight as an approach towards his project \u201cWORLD FIGURES\u201d. All doing is preparation for something else: the path from TRANSIT to WORLD FIGURES (Weltfiguren in German) marks no inherently new beginnings, neither in form nor content. Rather, we are dealing with an attempt to complement the historical comments found in the TRANSIT pictures with portraits of figures who have shaped the lifetime of the artist. With this cycle, the painter Gehse writes his autobiography in images.<\/p>\n<p>Er verbindet darin die Leidenschaft f\u00fcr das Portr\u00e4t mit der Lust, jene M\u00e4nner und Frauen aufzusp\u00fcren, die der Welt ihr Gesicht gegeben haben. Die Auswahl der Welt-Figuren erfolgt ausschlie\u00dflich nach dem pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnis, das er zu ihnen hat. Er beansprucht nicht die Rolle des Chronisten, sondern arbeitet mit jedem Bild an einem Archiv von pers\u00f6nlichen Identifikationsfiguren. Wer waren die Stars der Filme, die ihn beeindruckt haben? Wer die gro\u00dfen Sportler, denen er gebannt zugeschaut hat? Wer die K\u00fcnstler, denen er applaudiert hat? Wer die Schriftsteller, die er begeistert gelesen hat? Wer die Politiker, die ihn auf einen guten Ausgang der Weltgeschichte haben hoffen lassen?<\/p>\n<p>&nbsp;John F. Kennedy war es als Politiker, Thomas Mann und Ernest Hemingway als Schriftsteller, aus der Musik portr\u00e4tierte er bisher Maria Callas und Herbert von Karajan, Aretha Franklin, Freddie Mercury und Louis Armstrong, seine Leinwand-Helden Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Romy Schneider und Alain Delon und aus der Welt seiner Sport-Ikonen Muhammad Ali, Niki Lauda und der Basketballer Michael Jordan, nicht zu vergessen aus der Welt der Mode das Paar Claudia Schiffer und Karl Lagerfeld.&nbsp;<\/p>\n<p>Bis heute (Fr\u00fchjahr 2021) umfasst der Zyklus im ersten Teil 29 Bilder. Dazu gibt es eine kleine Gruppe Bilder, die \u201eum den Zyklus herum\u201c entstanden sind. Sie stellen formale wie inhaltliche Ann\u00e4herungen an WELTFIGUREN dar, sind sp\u00e4ter von neuen, vertieften Variationen verdr\u00e4ngt worden, bleiben aber als Einzelbild f\u00fcr den K\u00fcnstler g\u00fcltig.<\/p>\n<p>An important question for every portrait painter is the inclusion of photographs in the creation process. Even Chancellor Helmut Kohl visited Albrecht Gehse\u2019s atelier for various sittings. In the history of art there are many examples depicting historical figures or where the painter did not have personal access. This makes painting after existing depictions indispensable. For Gehse, photos are only part of his preparations for a portrait. During the painting process he disengages almost completely from the photograph and paints the person after the impression which they have left in him. According to Gehse, the auxiliary photograph has accomplished its task when the person is sitting next to him, as it were. This explains the astonishing depth and vitality of expression in his portraits.<\/p>\n<p>Man schaue in das von Ernst und Besorgnis gezeichnete Gesicht Thomas Manns, der sich zwischen 1940 und 1945 aus seinem amerikanischen Exil an deutsche (Radio-)H\u00f6rer wandte; man betrachte die stille Sch\u00f6nheit Romy Schneiders, die der Maler auf einem Filmplakat in der Situation einer n\u00e4chtlichen Bushaltestelle pr\u00e4sentiert, und glaubt darin die sp\u00e4tere Tragik ihres Lebens zu erahnen; Claudia Schiffers Gesicht strahlt die Bewunderung f\u00fcr ihren \u201eSch\u00f6pfer\u201c Karl Lagerfeld aus; in den Gesichtern vom jungen Michael Jackson und von Cassius Clay bzw. Muhammad Ali liegt nicht nur das Heldische, sondern auch die Angst, ihren Ruhm nicht verteidigen zu k\u00f6nnen. Auch in die verschiedenen Portr\u00e4ts von John F. Kennedy scheint sein sp\u00e4teres Schicksal bereits eingeschlossen.&nbsp;<\/p>\n<p>Fast immer sucht der Maler die Br\u00fcche im Leben seiner Helden im Bild zu fassen. Von Aretha Franklin erz\u00e4hlt er in drei Gesichtern \u2013 das erste geh\u00f6rt zu einem Poster an einer br\u00f6ckelnden Hauswand \u2013 ihre Lebensgeschichte. Es braucht nicht viel Phantasie des Betrachters, um bei den zwei Portr\u00e4ts von Louis Armstrong seine Trompete zu h\u00f6ren, so intensiv sind die Gesichter. Aber nicht nur die Gesichter sind es: Bei Armstrong entsteht Klang auch aus dem diffusen blauen Raum, in dem beide K\u00f6pfe gewisserma\u00dfen \u201efreigestellt\u201c sind. Ihre gelbe Rahmung l\u00e4sst den steilen Ton seiner Trompete h\u00f6ren. Beim Portr\u00e4t des Dirigenten Herbert von Karajan \u00fcbersetzt der Maler die Gewalt der Musik in die Gewalt des Meeres. Der auf den h\u00f6chsten Spannungspunkt gebrachte K\u00f6rper k\u00fcndigt das bevorstehende Eintauchen der Arme in das Meer der T\u00f6ne an. Nicht zuletzt auf diesem Bild hat der Maler die Aufgabe der Portr\u00e4t\u00e4hnlichkeit hinter sich gelassen und bezieht die Ausdruckskraft des Bilds viel st\u00e4rker aus K\u00f6rperlichkeit und Bildumfeld.<\/p>\n<p>Zwei weitere Besonderheiten sollen nicht \u00fcbergangen werden. Ein Zyklus aus 29 Einzelbildern verlangt das ganze malerische K\u00f6nnen des K\u00fcnstlers. Es spiegelt sich f\u00fcr den Betrachter nicht zuletzt in der Vielfalt der gefundenen Bildl\u00f6sungen. Keines der Portr\u00e4ts wiederholt sich in Anlage und Aufbau. Das Nebeneinander der Bilder in einer Ausstellung wird best\u00e4tigen, dass die Bildfolge einen erkennbaren Rhythmus besitzt. Er entsteht nicht zuletzt aus dem Wechsel der Formate. Den gro\u00dfen Bildern \u2013 GUT FESTHALTEN, das Auftaktbild, hat eine H\u00f6he von 2,40 m und eine Breite von 2,60 m &#8211; stehen mit FAST ROTK\u00c4PPCHEN (Katarina Witt), DIE H\u00d6HLE und DER SCHIRM (Pablo Picasso I und II) und SCHWARZ AUF WEISS (Michael Jackson) gegen\u00fcber. IN ABWESENHEIT (Joseph Beuys) als das Kleinste misst nur 24 cm H\u00f6he und 18 cm Breite.&nbsp;<\/p>\n<p>Die zweite Besonderheit st\u00fctzt ebenso den Rhythmus der Bildfolge. Der Maler legt gro\u00dfen Wert darauf, den Charakter der Bilder, ihr Temperament zu wechseln. L\u00e4sst er in manchen Bildern die sp\u00e4tere Lebenstragik ahnen (Romy Schneider, J.F. Kennedy, Michael Jackson u.a.), so sucht er in anderen Darstellungen Humor und Witz. Von Joseph Beuys sehen wir nur den Hut und an seiner Statt hockt ein Hase, die Frau, die mit einem schwebenden Sonnenschirm hinter Picasso schreitet, verleiht dem Meister die von ihm bekannte Macho-Pose. Gehse formuliert daraus keinesfalls einen Vorwurf, sondern macht es \u2013 als s\u00e4he er sich in dieser Beziehung verwandt \u2013 augenzwinkernd. Wenn Katarina Witt auf der kleinsten Eisfl\u00e4che im Wald einem Raben vortanzt, dann zeigt das Bild einschlie\u00dflich des Titels FAST ROTK\u00c4PPCHEN freundlichsten Humor.<\/p>\n<p>Entstanden sind Portr\u00e4ts mit suggestivem Ausdruck. Der Maler sucht \u00fcber die \u00c4hnlichkeit hinaus nach dem Stoff f\u00fcr eine pers\u00f6nliche Erz\u00e4hlung. Wieder geht es \u2013 wie immer in seinem Werk &#8211; um die Schaffung von Mythen. Der Mythos verlangt mehr. Die Figur an sich erf\u00fcllt diesen Anspruch noch nicht. Der Maler sucht nach der bzw. einer Geschichte, die ihn bewogen hat, die Heroes seines Lebens in ein inneres Archiv aufzunehmen. Vielfach legt er seine WELTFIGUREN als Doppelportr\u00e4ts an, weil er das Komplexe ihrer Biografie freilegen will. Bei anderen hinterfragt er den bekannten Mythos, mit dem sie in die Zeitgeschichte eingegangen sind: Marlene Dietrich, eine Ikone weiblicher Sch\u00f6nheit, zeigt er im Wechselspiel von Jugend und Alter, Ernest Hemingway als jemanden, der seine M\u00e4nnlichkeit noch auf dem Grund einer \u00fcberfluteten Landschaft verteidigt und Freddy Mercury malt er als gro\u00dfen Verf\u00fchrer, dem sein Publikum diese Macht in die H\u00e4nde legt.<\/p>\n<p>Bereits am Anfang seines Wegs als Maler hat sich Gehse mit dem Portr\u00e4t besch\u00e4ftigt. In der Leipziger Thomaskirche findet sich das im Jahr 2000 entstandene altmeisterliches Portr\u00e4t des Superintendenten Johannes Richter. Es h\u00e4ngt nahe der Grabplatte f\u00fcr Johann Sebastian Bach. Nicht zuletzt hat er sich mit seinem Portr\u00e4t von Bundeskanzler Helmut Kohl 2003 in die erste Reihe deutscher Portr\u00e4tmaler gestellt. Im Zyklus WELTFIGUREN verl\u00e4sst sich Gehse nicht allein auf seine au\u00dfergew\u00f6hnliche Portr\u00e4t-F\u00e4higkeit, nie wollte er eine Autogrammkarten-Galerie schaffen. Der K\u00fcnstler will mehr. Auch in diesem Zyklus erweist er sich als ein literarischer Maler, der nach der Geschichte sucht, die ihm die WELTFIGUREN erz\u00e4hlen. Daf\u00fcr nutzt er das Bildumfeld.<\/p>\n<p>Albrecht Gehse wei\u00df genau, dass die Erz\u00e4hlung eines Malers ein Vorgang ist, in den sich das Sujet und die malerischen Mittel teilen. Die Sprache des Malers auf seinen Bildern sind Farbe, Form, Linie. Die Hommage an John F. Kennedy stellt den US-Pr\u00e4sidenten auf allen drei Bildern von ihm in einen Zusammenhang mit dessen Vision vom Flug zum Mond, gleichzeitig aber auch mit der Farbe Blau. Der K\u00fcnstler hat sich f\u00fcr diese Blau-Dominanz entschieden, weil er nicht nur die Kennedy-Figur im Raum situieren will, sondern mit der Oberfl\u00e4che des Mondes bzw. der Erde eine Malfl\u00e4che wollte, die ihm maximale malerische Freiheit gestattet. &#8211; Auch das Niki Lauda gewidmete Diptychon ENDE DER GESCHWINDIGKEIT nutzt die M\u00f6glichkeit des Doppelbilds f\u00fcr erz\u00e4hlerische wie malerische M\u00f6glichkeiten. Auf der linken Tafel findet der Rausch der Geschwindigkeit in Auto und Flugzeug Ausdruck im Schrei des Portr\u00e4tierten. Der Schrei ist aber gleichzeitig vorsichtige Andeutung eines Kipppunkts. Gibt es in den vom Flugzeug abspringenden wei\u00dfen Spritzern nicht erste Anzeichen einer St\u00f6rung? Gehse wendet das Bild vollends ins Gleichnis, wenn er auf der rechten Bildtafel die Katastrophe anschlie\u00dft und somit ausdr\u00fccklich den Bildtitel ENDE DER GESCHWINDIGKEIT erf\u00fcllt. Dem Geschwindigkeitsrausch folgt ein Farbrausch bei der Darstellung des brennenden Rennwagens, eine malerische Gelegenheit f\u00fcr seine Mal-Wut, die sich der K\u00fcnstler nicht entgehen l\u00e4sst. Nahezu auf jedem Bild zeigt er Lust an der Abstraktion, allerdings immer auf einer Stufe, die nicht den Realismus aus dem Blick verliert. Das deutlich sichtbare Interesse am Erz\u00e4hlen \u2013 es sei noch einmal betont&nbsp;<span style=\"letter-spacing: 0.8px; color: var( --e-global-color-primary ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight ); background-color: var( --e-global-color-accent );\">\u2013<\/span><span style=\"color: var( --e-global-color-primary ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); background-color: var( --e-global-color-accent );\">&nbsp;\u00fcbersetzt der Maler im Zyklus WELTFIGUREN in die Sprache der Bilder.<\/span><\/p>\n<p>Nicht nur als Kinder hatten wir Heroes, denen wir gleichen wollten. Wir bed\u00fcrfen unser ganzes Leben Heroes, deren schattenlose Leistung uns anspornt. Diesem Gedanken folgt der K\u00fcnstler in seinem aktuellen Zyklus. Wenn er in beeindruckender Intensit\u00e4t WELTFIGUREN auf die Leinwand bringt, malt er pr\u00e4gende Figuren seines Lebens. Der Maler ist beim Grundthema der Kunst: Sie erz\u00e4hlt vom K\u00fcnstler. Der Maler und Performer Hartwig Ebersbach, mit dem Gehse in seiner Leipziger Zeit in der K\u00fcnstlergruppe 37, 2 verbunden war, antwortete auf die Frage, was er male: Er arbeite an sich, weil jedes Bild eine wie auch immer geartete Selbstdarstellung sei. Auch diese \u00c4u\u00dferung geht in \u00e4hnlicher Form auf Max Beckmann zur\u00fcck, der in seinem Aufsatz \u201e\u00dcber Malerei\u201c 1938 schrieb: \u201eDas ICH ist das gr\u00f6\u00dfte und verschleiertste Geheimnis der Welt, es muss alles getan werden, um es gr\u00fcndlicher und tiefer zu erkennen.\u201c Auch darin zeigt sich Gehse in Beckmanns Kunstwelt einbezogen, denn auch er bekennt sich in seiner Kunst dazu, dass die Ab\u00e4nderung des optischen Eindrucks der Welt \u201edurch eine transcendente Mathematik der Seele\u201c entsteht. Der K\u00fcnstler nicht als Abbilder, sondern als Medium, bei dem das Ich das Bild mitschreibt.&nbsp;<\/p><p>Und noch ein Zweites: Es handelt sich bei Albrecht Gehses WELTFIGUREN-Zyklus um den aus meiner Kenntnis einmaligen Versuch eines Malers, seine eigene Biografie in einer Bild-Folge von Personen der Zeitgeschichte zu erz\u00e4hlen. Warum er sie ausw\u00e4hlte und wie sehr sie sein Leben bestimmten, bleibt Deutungsraum f\u00fcr den Betrachter.<\/p>\n<p><em>(Michael Hametner, Juli 2021)<\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zyklus \u201eWELTFIGUREN\u201c Wie der Maler die Helden seines Lebens sucht und wer sie sind Vieles im Werk von Albrecht Gehse zeigt sich im R\u00fcckblick als ein Zugehen auf sein neues Projekt mit dem Titel WELTFIGUREN. 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